Baby EntwicklungNach der Geburt entwickelt sich das Kind in rapidem Tempo. Eltern sollten jedoch berücksichtigen, dass jedes Kind unterschiedlich schnell heranwächst. In der Regel ist jedes Baby in einigen Punkten wahrscheinlich weiter fortgeschritten, in anderen mag es hingegen etwas zurückliegen. Anlass zur Sorge gibt es nur, wenn das Kind in mehreren Bereichen Defizite zeigt.

Wie kann sich das Baby nach der Geburt ernähren?

Mit dem Abtrennen der Nabelschnur nach der Geburt endet die Nährstoffzufuhr über die Plazenta abrupt. Das gesunde, reife Baby ist auf die Umstellung zur Muttermilch-Ernährung aber bestens vorbereitet: Durch den Warzensuchreflex, den Saugreflex und den Schluckreflex. Durch den Saugreiz des Säuglings, werden bei der Mutter Hormone wie Prolaktin und Oxytocin freigesetzt, die die Milchproduktion und Milchsekretion in Gang bringen und sie an den Nahrungsbedarf des Neugeborenen anpassen.

Babys nehmen oft nach der Geburt etwas ab

Wegen der Nahrungsumstellung ist eine Gewichtsabnahme des Säuglings bis zum zehnten Lebenstag völlig normal. Erst dann hat sich das Baby vollständig an die Muttermilch gewöhnt und erreicht eine ausreichende Trinkmenge, um sein Körpergewicht zu erhöhen. Da das Neugeborene bereits im Mutterleib eine Energiereserve von etwa 5.000 Kalorien als Depotfett angelegt hat, ist die Überbrückung der niedrigen Energiezufuhr in den ersten Lebenstagen kein Problem für den kleinen Organismus.

Verdauungsbildung bei Babys

Anfangs wird der Darm noch mit Keimen aus der Umwelt besiedelt. Die Verdauung funktioniert noch nicht vollständig und der Stuhl ergibt keine einheitliche Masse. Am Ende der ersten Lebenswoche dominieren dann die Bifidobakterien, die das Wachstum von krankmachenden Keimen hemmen. Bestimmte Inhaltsstoffe der Muttermilch – der sogenannte Bifidusfaktor – unterstützen die Besiedlung des Darmes mit diesen „guten“ Bakterien.