KinderwagenKinderwagen gibt es wie Sand am Meer. Große Räder, Schwenkräder, Softtragetasche oder Gestelltragetasche – und muss es wirklich ein Bugaboo sein? Ja, stylisch sieht er aus, er ist sehr leicht und klein zusammenzuklappen, aber erfüllt er auch sonst alles, was ich von einem Kinderwagen erwarte?

Plötzlich stellte ich mir Fragen über Fragen. Was will ich wirklich? Einen schönen, praktischen, stabilen und sicheren Kinderwagen. Muss ich noch mehr entscheiden? Ja, das muss ich… Hier die wichtigsten Entscheidungen auf einen Blick:

Welche Räder soll der Kinderwagen haben?

Kinderwagen mit vier großen Rädern sind die klassischen Modelle, allerdings sind sie schwerer zu schieben, als die Kinderwagen mit Schwenkrädern, also vorne zwei (oder vier) kleinen und hinten zwei großen Rädern. Man muss bei jeder Kurve den Kinderwagen herunterdrücken, damit sich die Vorderräder in der Luft befinden, um so um die Ecke zu kommen. Bei den Schwenkrädern ist dies nicht notwendig, selbst mit Regenschirm oder Latte Macchiato in der einen Hand kommt man ohne die geringste Anstrengung um jede noch so enge Kurve – für mich war klar, das es ein Kinderwagen mit Schwenkrädern sein muss!

Welche Tragetasche sollte man zum Kinderwagen kaufen?

Da wir unseren Kinderwagen nicht in die Wohnung schieben können sondern im Keller parken, brauchten wir eine Tragetasche, in der unsere Tochter die Treppen hochgetragen werden konnte – sonst würde man sie immer wecken, wenn man zu Hause ankommt und sie heraushebt. Eine Gestelltragetasche, die fest auf dem Gestell montiert ist, kam also nicht in Frage. Leider schied hier schon der Bugaboo aus, denn obwohl man hier die Gestelltragetasche leicht abnehmen kann, ist sie so schwer, dass ich sie nicht mitsamt Baby und Einkäufen hochtragen wollte.

Das Kinderwagen-Fach – Platz muss sein!

Man glaubt gar nicht, was man so mitsamt seinem Kind transportieren muss, mal ein Paket Windeln, Feuchttücher, Gläschen oder Berge von Reiskeksen und man selber will ja auch mal was essen – für all dies oder auch eine Picknickdecke und Proviant, sowie Wechselkleidung usw. muss im Kinderwagen Platz sein. Wieder ein Nachteil des vielgelobten Bugaboos, das Fach ist winzig.

Welchen Kinderwagen wir gewählt haben

Wichtig war mir auch noch ein Schwenkschieber zur schnellen Änderung der Blickrichtung des Kindes, denn wenn die Sonne sehr blendet, man aber nicht für hundert Meter den ganzen Kinderwagen umbauen will, ist das sehr praktisch. Ein abnehm- und umdrehbarer Sitz ist auch unbedingt nötig, denn in der ersten Zeit im Sportwagen, ist es noch wichtig, dass das Kind die Eltern sehen kann, später wird das dann langweilig, dann muss die Welt entdeckt werden. Nicht zu vergessen: Eine gute Federung muss sein, denn gerade in der Stadt werden die Kleinen ganz schön durchgeschüttelt.

Für uns kamen nur 2 Kinderwagen-Modelle in die nähere Auswahl, der Hartan Topline S und der Teutonia Mistral S. Wir entschieden uns für den Hartan Topline S, da er einen sehr guten Ruf hatte und waren zuerst sehr zufrieden. Doch schon nach kurzer Zeit fielen mehrmals nacheinander die Räder während der Fahrt ab, die Bremse ging kaputt und nach jeder Reparatur ging es von vorne los.

Als unsere Tochter dann nicht mehr in der Tragetasche lag sondern im Sportwagen saß, stellte sich heraus, dass der Kinderwagen, wenn man es wagte, eine leichte Wickeltasche an den Lenker zu hängen, auch gerne mal vornüber kippte. Nach dieser Erfahrung gaben wir den Kinderwagen zurück und tauschten ihn gegen einen Teutonia Mistral S – das war die beste Entscheidung! Der Mistral S ist zusammen mit dem Bugaboo beim Stiftung Warentest Testsieger im Bereich Kinderwagen und wir sind absolut zufrieden.