Sankt Martin LaterneIn einigen Orten Deutschlands sind die Martinszüge schon am letzten Wochenende gegangen, in anderen stehen sie kurz vor der Tür. Wer noch keine Laterne gebastelt hat, sollte sich also beeilen. Hier eine süße Bastelidee für Kurzentschlossene.

Geisterlaterne

Du brauchst:

  • helles Transparentpapier
  • dünnen weißen Stoff, am besten leicht transparent
  • schwarze Pappe
  • einen Luftballon
  • Kleister, Draht, Tacker oder Kleber, Schere

So geht’s:

  • 1. Tag: Den Ballon aufpusten und einkleistern, anschließend mit dem in kleine Stücke geschnittenen oder gerissenen Transparentpapier bekleben. Oben einen kleinen kreisförmigen Teil auslassen. Über Nacht trocknen lassen.
  • 2. Tag: Das Transparentpapier hält nun durch den getrockneten Kleister von selbst, der Ballon im Inneren kann zerstochen werden. Den weißen Stoff so zurecht schneiden, dass er einen schönen Gespensterumhang ergibt und in die Mitte ein kleines Loch schneiden. Dieses wird über die Öffnung des Transparentpapier-Ballons gelegt, der Stoff wird am Ballon festgetackert oder geklebt. Anschließend noch Augen und Mund für das Gesicht ausschneiden und auf den Ballon kleben, den Draht quer über dem Loch festtackern, und natürlich einen schönen Stab (am besten mit elektrischem Licht) für die Geisterlaterne kaufen! Und schon kann der Martinszug starten.

Damit Ihr auch mitsingen könnt, hier noch die wichtigsten Liedtexte:

Laterne, Laterne

Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht.

Durch die Straßen
Durch die Straßen auf und nieder
leuchten die Laternen wieder:
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Wie die Blumen in dem Garten
blüh’n Laternen aller Arten:
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Und wir gehen lange Strecken
mit Laternen an den Stecken:
rote, gelbe, grüne, blaue,
Lieber Martin, komm und schaue!

Ich geh mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne, hier unten, da leuchten wir.
Der Hahn, der kräht, die Katz miaut.
Rabimmel, rabammel, rabumm.

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne, hier unten, da leuchten wir.
Laternenlicht, erlisch mir nicht!
Rabimmel, rabammel, rabumm.

Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne, hier unten, da leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh’ nach Haus.
Rabimmel, rabammel, rabumm.

St. Martin

St. Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
St. Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

Im Schnee, im Schnee, im Schnee, da saß ein armer Mann,
hatt’ Kleider nicht, hatt’ Lumpen an:
“Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bitt’re Frost mein Tod!”

St. Martin, St. Martin, St. Martin zieht die Zügel an,
sein Ross steht still beim armen Mann.
St. Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

St. Martin, St. Martin, St. Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
St. Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.