Ums Baby kümmernAls Eltern werden Sie sehr viele Veränderungen in Ihrem Leben feststellen. Ihr Leben kreist um Ihr Kind, es wird bestimmt von seiner inneren Uhr, den Wickelzeiten, den Fütterzeiten, den Notwendigkeiten der Pflege und Zuwendung – egal ob Tag oder Nacht. Ihr Lebensstil wird fast auf den Kopf gestellt – womit nicht jeder ohne weiteres fertig wird.

Das Leben mit einem Baby

Einige Eltern akzeptieren dies grundsätzlich nicht. Sie versuchen, soweit nur möglich, ihr bisheriges Leben fortzuführen. Wohin und wann auch immer sie losziehe, schleppen sie ihr Baby in der Tragetasche mit sich herum. Andere Eltern tun genau das Gegenteil. Sie geben alles auf, um ihr Baby zu pflegen. Sie machen das Kind zum Mittelpunkt ihres Lebens und investieren dort ihre ganze Kraft. Beide Extreme gehen erheblich zu weit. Das Beste ist eine Mittelposition, in der sich die Bedürfnisse und Emotionen des Kindes und der Eltern treffen. Kinder brauchen von Ihren Eltern Sicherheit und Liebe. Sie brauchen ständig Anbahnungen und Erfahrungen. Sie brauchen die Anerkennung als Individuum. Solange Eltern diese Bedürfnisse erfüllen, besonders die nach Liebe und Zuneigung, solange wird sich das Kind normal entwickeln. Es wird sich ein Muster aufbauen, nach dem es alle zukünftigen Beziehungen bewältigen kann. Nach der Liebe ist Anregung das Zweitwichtigste, was Sie Ihrem Kind geben können. Ein Kleinkind ist wie ein Schwamm: Es saugt fast jedes neue Erlebnis, jede Erfahrung in sich auf.

Einem Baby muss viel beigebracht werden

Ein Baby hat einen enormen Lernhunger, der immer wieder mit neuer „Nahrung“ gespeist werden will. Die Aufgabe der Eltern ist es, ihrem Kind die Möglichkeiten, Wunder und Aufregungen der Außenwelt zugänglich zu machen. Zunächst durch die eigene Person des Vaters und der Mutter. Dann durch andere Familienmitglieder und später durch Freunde, Bekannte und Nachbarn. Kinder benötigen Sicherheit darüber, dass die Erwachsenen, die sie am meisten lieben, sie anerkennen. Dies können Eltern durch Lob ausdrücken. Es wird ja oft genug gesagt, dass Kinder sehr viel besser auf Lob als auf Tadel reagieren. Ein geliebtes Kind hat Selbstrespekt, ein Ungeliebtes selten. Das ungeliebte Kind neigt darüber hinaus zu unkooperativem und antisozialem Verhalten.

Bedürfnisse von Kind und Eltern in Einklang bringen

Nun haben nicht nur Kinder Bedürfnisse, sonder auch ihre Eltern. Deren Bedürfnisse verschwinden ja nicht in dem Moment, in dem sie Eltern werden. Die ursprüngliche Begeisterung über das Kind kann sogar schnell vergehen, wenn die Eltern ihre eigenen Bedürfnisse völlig vernachlässigen müssen. Alle Eltern müssen Opfer bringen, aber keine Mutter und kein Vater muss zum Märtyrer werden. Gelingt es nicht, die Bedürfnisse des Kindes und die der Eltern auszugleichen, dann wird es meistens zu Spannungen kommen. Eine glückliche und entspannte Atmosphäre kann nicht aufkommen. Heutzutage sollten beide Elternteile mit gleichwertigen Rechten und Pflichten am Leben des Kindes beteiligt sein. Gleichmaßen für die Zeugung des Kindes verantwortlich, sollten auch beide Verantwortung für seine Erziehung tragen.